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Vom Schrannenmarkt zur Flaniermeile
Am 28. Oktober 2004 wurde an das 150-jährige Jubiläum der Umbenennung des damaligen „Schrannenplatzes“ in „Marienplatz“ erinnert. Rund 150 geladene Gäste feierten dieses Ereignis zusammen mit Oberbürgermeister Christian Ude. Wie damals schon der Schrannenmarkt zogen auch die Gäste an diesem Tag nach dem offiziellen Auftakt auf dem Marienplatz anschließend in das Gewölbe der Freibank.

„Platz“, „Schrannenplatz“ und schließlich „Marienplatz“ – ähnlich unterschiedlich wie die Namensgebung des Münchner Stadtzentrums war auch dessen Nutzung: Getreidemarkt, zudem Versammlungsort und Festplatz, heute Flaniermeile, die täglich Touristen aus aller Welt anlockt. Seinen weltberühmten Namen erhielt der Platz jedoch erst vor 150 Jahren. Während der Cholera-Epidemie 1853 pilgerten zahlreiche Gläubige in einer großen Prozession zur Mariensäule, die Kurfürst Maximilian I. bereits 1638 hatte errichten lassen. Die Jungfrau Maria schien die Gebete zu erhören, denn kurz darauf hatte die Seuche ein Ende. Als Dank und zu Ehren der Schutzheiligen Jungfrau Maria wurde am 30. Oktober 1854 der damalige „Schrannenplatz“ offiziell in „Marienplatz“ umbenannt.

Seitdem gilt die Mariensäule inmitten des Marienplatzes als das Herzstück Münchens. Doch schon seit der Stadtgründung 1158 durch Heinrich den Löwen war der Platz eine feste Größe in der städtebaulichen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. Bevor 1853 die Schrannenhalle als Getreidehalle diente, wurde das Getreide unter freiem Himmel verkauft – und zwar auf dem heutigen Marienplatz. Erst der Bau der Schrannenhalle ermöglichte es dem Marienplatz das zu werden, was er heute ist: Flaniermeile und touristische Attraktion. Daher sind der Marienplatz und die Schrannenhalle geschichtlich untrennbar miteinander verbunden.

Das wurde auch beim heutigen Jubiläum demonstriert: Der musikalische Auftakt durch die Blaskapelle „Daglfinger Musikanten“ fand auf dem Marienplatz statt, dort verteilten auch die Frauen und Männer des „Heimat- und Brauchtumsvereins Lechler München“ in ihren historischen Gewändern Infoprospekte der Münchner Schrannenhalle. Nach dem Grußwort von Oberbürgermeister Christian Ude ging es anschließend vom Marienplatz weiter zur Baustelle der Schrannenhalle.



Das Gewölbe der Freibank
Im Gewölbe der ehemaligen Freibank stellte Klaus D. Thannhuber, Geschäftsführer der DBVI GmbH & Co. Schrannenhalle KG, in seiner Ansprache unter anderem das neue „Schrannenteam“ vor, das ab Mai 2005 der filigranen und lichtdurchfluteten Gusseisen-Konstruktion neues Leben einhauchen wird: Jürgen Lochbihler (Gesamtverantwortlicher), Markus Wörl (Veranstaltungsleiter) sowie Patrizia Schliffenbacher (Verwaltungsleiterin). Gastronomieleiterin Inka Militzer wird dafür sorgen, dass alles glatt über die Bühne geht, Küchenchef Peter Lamy wird die Gäste mit seinen Kochkünsten verwöhnen.


Oberbürgermeister Christian Ude & Bauherr Klaus D. Thannhuber
Ein weiteres gut gehütetes Geheimnis wurde ebenfalls gelüftet: Pschorr-Bräu wird das Wirtshaus heißen, das in die ehemalige Freibank einzieht und der Tradition der Altmünchner Wirtshäuser Rechnung tragen wird. Geschäftsführer der Hacker-Pschorr Bräu GmbH, Andreas Steinfatt, der ebenfalls das Wort ergriff, freut sich schon jetzt auf das neue gastronomische Highlight in der Münchner City.

Bei einer bayerischen Brotzeit mit Weißwurst, Brez’n und Getränken von Hacker-Pschorr konnten die Gäste sich auch das neue Modell der künftigen Schrannenhalle sowie diverse Baupläne begutachten und sich schon heute ein Bild von Münchens neuem Publikumsmagneten machen.

Rede Oberbürgermeister Christian Ude

Rede Bauherr Klaus D. Thannhuber




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