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Großer Festakt anlässlich der Eröffnung am 8. September 2005
Um 18 Uhr kamen schon die ersten Besucher. Dann strömten immer mehr Menschen in Richtung Schrannenhalle und drängten sich an den Eingängen. Auch im angrenzenden Wirtshaus „Der Pschorr“ wurde es voller und voller. Insgesamt 2000 geladene Gäste waren am 8. September 2005 gekommen, um mit einem großen Festakt die Eröffnung der Münchner Schrannenhalle zu feiern.

Gleich am Eingang gab´s für die Besucher die erste Überraschung: Performance-Künstler Johan Lorbeer hing in 1,80 Meter Höhe über dem Boden, eine Hand lässig an die Wand gedrückt, und beobachtete die Gäste. Währenddessen mischten sich die Schrannenfamilie sowie der Taschendieb Marc Gassert unter die Besucher und sorgten für Kurzweil.
Die Moderatoren des Abends im Gespräch mit Klaus D. Thannhuber (Mitte) - Eva Grünbauer und Gerd Rubenbauer
Um 20 Uhr begrüßten die beiden bekannten Moderatoren Gerd Rubenbauer und Eva Grünbauer die Gäste und führten gewohnt souverän und unterhaltsam durch den Abend. Rubenbauer moderiert bereits seit vielen Jahren für das Bayerische Fernsehen. Zuletzt griff er für die neue Volksmusik-Reihe „Die Wirtshausmusikanten – Aus dem Pschorr am Viktualienmarkt“ zum Mikrofon. Seiner charmanten Kollegin Eva Grünbauer liegt das Bayerische ebenfalls am Herzen. So berichtet sie auch in diesem Jahr wieder live von der Wiesn und bringt den Zuschauern die Feststimmung direkt ins Wohnzimmer.

Das Programm startete dann mit dem Marktweibertanz. Dieser traditionelle Tanz wird von den Marktfrauen des Viktualienmarktes normalerweise nur einmal im Jahr an Fasching aufgeführt – doch für die Schrannenhalle gab´s an diesem Abend eine Ausnahme.
Lobende Worte
Im Anschluss daran ergriff Klaus D. Thannhuber, Geschäftsführer der Münchner Schrannenhalle GmbH, das Wort, und bedankte sich bei Oberbürgermeister Christian Ude und Bürgermeister Hep Monatzeder, die das Projekt stets uneingeschränkt unterstützt hatten. Sein Dank galt auch den Befürwortern in den beteiligten Behörden und Referaten. Besonders lobte Thannhuber alle direkt am Bau Beteiligten wie Bauarbeiter, Handwerker und Bauleiter. In einem Kurzfilm vom Tag der Eröffnung am 5. September 2005 zeigte Thannhuber, welchen großen Ansturm die Halle an den ersten beiden Tagen erlebt hatte. Rund 50.000 Besucher waren in dieser kurzen Zeit in die Schrannenhalle gekommen. Thannhubers Hoffnung, dass das „neue Münchner Kindl“ innerhalb kürzester Zeit die Herzen der Münchner erobere, hatte sich somit schon wenige Tage nach der Eröffnung erfüllt.

Auch Oberbürgermeister Christian Ude war vollauf zufrieden mit Münchens neuer Attraktion. Die Schrannenhalle, so Ude, sei ein „Glücksfall für unsere Stadt“. Stets hatte der Münchner Oberbürgermeister schützend seine Hand über die Schrannenhalle gehalten. Am Abend des Festaktes dankte er besonders dem privaten Investor, ohne dessen Engagement das Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre. Die Schrannenhalle, so Ude weiter, sei ein Juwel der Architekturgeschichte, das die gesamte Altstadt aufwerten werde.

Bayerns Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und Christine Hirschauer, Sprecherin der Händler des Viktualienmarktes, schlossen sich den lobenden Worten an.
Christine Hirschauer war allein aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft von Anfang an beim Wiederaufbau mit dabei. Nun freut sie sich auf die künftige Zusammenarbeit mit der neuen Schrannenhalle. So wird sich der Viktualienmarkt in einer eigenen Veranstaltungsreihe regelmäßig in der Halle präsentieren.
Fröhliches Feiern
Am Abend des Festaktes glich die Halle einem surrenden Bienenstock. An den Marktständen, in den Gängen und auf den Standterrassen wurde fröhlich gefeiert und geschlemmt. Die außergewöhnliche Mischung aus Gastronomie und Handwerk in kulturellem Rahmen fand bei den Gästen großen Zuspruch.

Besonders gefiel den Besuchern die ungewöhnliche Lightshow, die die gesamte Halle in ein buntes Lichtermeer tauchte und sie so für Minuten in eine große Bühne verwandelte. Die nachfolgende Gruppe „Golden Power“ beeindruckte mit ihrer Performance, einer Mischung aus Tanz und Artistik, die mittels Pyroeffekten und Konfettischüssen effektvoll in Szene gesetzt wurde.

In einem anderen Teil der Halle begleiteten zwei Percussionisten das deutsch-chinesische „Duo Dan Shouding“ und sorgten für Stimmung im Publikum. Auf dieser Bühne ging es weiter mit der Partnerakrobatik „Luian & Ademir“ und einem Tanz des Europa-Park-Balletts, das einen Auszug aus der diesjährigen Dinnershow zeigte.

Später trat der Charlie-Chaplin-Imitator des Europa-Parks mit „Mimodram“ auf, einer Interaktionsnummer mit dem Publikum, basierend auf der faszinierenden Synthese aus Tanz und Mimik. Diese Nummer ging ebenfalls über in einen Auszug der diesjährigen Dinnershow, die Jonglage und Varietétanz beinhaltet.

Zwischen den Organisatoren der Münchner Schrannenhalle und dem Europa Park – insbesondere den Inhabern, der Familie Mack – bestehen seit einiger Zeit enge Verbindungen. So war es nur natürlich, dass der Europa Park für die Eröffnung der Schrannenhalle Beiträge aus seinem Varietéprogramm zur Verfügung stellte.

Für ein außergewöhnliches Musikerlebnis sorgte die Gruppe „Powerpercussion“. Auf mächtigen Trommeln und Riesen-Gongs, auf Ölfässern, Mülltonnen und Alu-Leitern entfachten die Schlagzeuger ein spektakuläres Trommelfeuerwerk. Emotionsgeladen, mit geballter Kraft und mitreißender Virtuosität zogen sie so das Publikum in den unwiderstehlichen Bann des Rhythmus. Auch die Audiogruppe „Audio Ballerinas“ begeisterte mit ihrer Performance.

Viele zog es ab 22 Uhr ins erste Untergeschoss in den Schrannenclub, der an diesem Abend erstmals geöffnet wurde. Gefeiert wurde hier noch bis in die frühen Morgenstunden.

Fazit am Ende des Abends: Ein gelungener Festakt mit einem spannenden und unterhaltsamen Rahmenprogramm. Darin waren sich Gäste und Organisatoren einig.

Rede von Klaus D. Thannhuber

Rede von Oberbürgermeister Christian Ude

Rede von Prof. Dr. Kurt Faltlhauser

Rede von Christine Hirschauer




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